Geht doch


dahoam_3Dass man nun den Luftraum von Botswana nutzen darf, hat so manchen großen Flug erst ermöglicht. So gab es eine belgischen 1000km Zielrück, der fast nicht in den Segelflugsektor von Namibia reinpasst bzw. das Wetter nicht in allen Ecken zur Verfügung stand.

Wir (Berti und ich) konnten am 26.12. mit einem langen Schenkel nach Botswana endlich auch die 1000 rund machen. [sis-at]

Man braucht etwas Wetterglück in der Früh um in die richtige Richtung loszufliegen, oder lauscht etwas im Funk was los ist. Wir mussten an dem Tag nach 30km noch mal den Motor über einer kleinen Pfanne nehmen, zwei Minuten später sind die ersten Kondensen über uns rausgekommen. Dann gilt es halt den Tag lang konsequent weiterfliegen, Wolken stehen nach den ersten 1-2 Stunden mehr als genug rum. Eine Umstellung zu den Alpen, den ganzen Tage zwischen den Bärten mit der großen Kiste Fahrtmesseranzeige 190-220, GPS-Speed in 4-5000m MSL sind es dann 240-280km/h, klar geht da was weiter. Im Schnitt hat man neun Stunden Zeit, gut sind die, die dann 12-1300km reinlegen und dann vielleicht noch flächig.

Das haben wir dann am 27.12. versucht und in den 1098km ein 1010km großes FAI-Dreieck versteckt. [sis-at] Ziel war es eigentlich den österr. Rekord von Sepp Eder fürs freie FAI-Dreieck zu knacken (man muss sich ja Ziele setzten :coolraucher: ), aber abzuschätzen wann abends die Thermik aufgibt ist garnicht so einfach, also haben 50km gefehlt. Warum soll eigentlich abends mit den Wolken auch die Thermik gleich verschwinden, so kommt dann noch der eine oder andere überraschende Bart und es geht doch noch bis Sunset mit einer kleinen Kilometerverlängerung von mal über 100km. Viel gelernt die letzten beiden Tage!

Am 28.12. dann noch einen Versuch für ein großes Dreieck [sis-at]. Viel Berge gibt es hier ja nicht, aber im südlichen Teil steht mitten in der Kalahari ein Vulkan herum, der Brukkaros [wikipedia] [namibia-1on1]. Oben steht ein Sender, also Berg + Sender + Wolke darüber, da muss man doch hin, oder? Und wir wurden mit dem Bart des Tages (5,6 m/s) belohnt! Am Nachmittag sind dann die großen Schauerlinien aufgezogen und wir haben zwecks Safety abgebrochen. Mussten uns über den Osten zwischen den Schauerlinien Richtung Bitterwasser durchwurschteln. Drei Flieger sind südlicher zur Sicherheit hinter den Schauern in Marienfeld gelandet und erst am nächsten Tag weitergeflogen, ein sehr vernünftige Entscheidung.

Gestern (29.12.) war dann bei mir etwas die Luft raus und wir sind nur noch wegen der Wettervorhersage für die nächsten Tage gestartet, es kommt leider deutlich mehr Feuchte und Regen. Also gemütlich gegen Mittag gestartet und mal die Berglinie der Namib entlanggeflogen. [sis-at]

Action gibt es natürlich auch, so hat es bei einem Flugzeug einen Kabelbrand beim rausstarten gegeben, Umkehrkurve und fast blind vor Rauch wieder reingelandet und im Aufsetzen schon die Haube auf. Wir sind später beim losstarten mächtig (gut 50m) abgebogen weil eine Seitenwindböe reingefahren ist, in eine großen Schlangenlinie flach am Rand der Pfanne dann raus. Später ist noch ein Nimbus4DM nach einer 180Grad Bodenkurve stehen geblieben. Ja so ein großer breiter Startplatz hat schon seine Vorteile. :daumenhoch:

2 Antworten auf Geht doch

  1. Josef Kammerhofer sagt:

    … einfach beeindruckende Bilder von einer ebensolchen Gegend.
    Wünsch dir einen guten “Flug” in´s neue Jahr.
    Sepp K.

  2. Manfred S. sagt:

    Dem kann man sich nur anschließen
    Eine andere Welt im wahrsten Sinne
    Sehr Interessant mit zu lesen.

    mfg
    Manfred

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