In den nachfolgenden Kapiteln soll zunächst auf den Einfluß der Orographie auf horizontale Luftströmungen, sowie auf die allgemeinen Eigenschaften und Merkmale von orographisch induzierten Wellen eingangen werden. Danach werden die Faktoren besprochen, die die Entstehung von Leewellen bestimmen und deren Eigenschaften wie Wellenlänge, Amplitude und Vertikalgeschwindigkeit beeinflussen.
3.1 Einfluß der Orographie auf die horizontale StrömungJede orographische Erhebung im Gelände, sei es ein einzelner Berg oder eine ausgedehnte Gebirgskette, stellt ein natürliches Hindernis für die horizontale Luft-strömung dar. Der Einfluß eines solchen Hindernisses auf die Luftströmung ist bestimmt durch |
Dimension und Form des Gebirges: Höhe, Länge der Gebirgskette, Breite des Berges | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Windgeschwindigkeit und Windrichtung relativ zum Gebirge, sowie vertikales Windprofil | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vertikales Temperaturprofil bzw. Vertikalverlauf der Stabilität |
Strömt Luft gegen ein Gebirge so wird die Strömung dahingehend modifiziert, dass die Strömung im Luv blockiert (blocking) bzw. horizontal abgelenkt wird (Umströmung), und/oder die Luft erfährt eine vertikale Auslenkung nach oben und überströmt das Gebirge. Weiters tendiert die Luft dazu, das Gebirge bevorzugt über dessen niedrigsten Erhebungen (Pässe) zu überströmen, was zu Kanalisierungseffekten (channeling, gap flow) führt, wie es z. B. im Wipptal über dem Brenner der Fall ist. Für das Auftreten von Wellen ist natürlich eine (zumindest partielle) Überströmung des Hindernisses erforderlich ist. D.h. es muß untersucht werden, ob in einem gegebenen Fall das Gebirge größtenteils um -oder überströmt wird. Eine Maßzahl, die beschreibt, ob die Tendenz einer Umströmung oder die einer Überströmung gegeben ist, ist die sogenannte Froude-Zahl (Durran, 1990 und Blumen, 1990) die wie folgt definiert ist
| Hohe Windgeschwindigkeit | |
| Geringe Stabilität vom Boden bis Kammnviveau | |
| Geringe relative Höhe des Hindernisses |
| Abb. 3.3.: | Effekt des Umströmens bzw. des Überströmens beim Auftreffen einer horizontalen Strömung auf ein Hindernis. Links langgestreckter Gebirgszug, rechts einzelner Berg. (Barry, 1993, nach Gerbier und Bèrenger) |
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| 2.3.2 Die statische Stabilität |
| 3.2 Merkmale und Eigenschaften orographisch induzierter Wellen |