6.2.1 

Windgeschwindigkeit und Windrichtung

Abb 6.3a, 6.3b und 6.3c zeigen Windrichtung und Windgeschwindigkeit (Horizontalwind) von Mailand, Bologna und Udine. Die Profile von Mailand und Bologna zeigen den klassischen Fall, dass der Wind mit der Höhe zunimmt und die Windrichtung vertikal fast konstant bleibt (innerhalb von 180° und 210°). Ausreichende Windgeschwindigkeit in Kammniveau (2500 - 3000m) liegt vor (>30kt).

 

    Abb.6.3a:

 

    Abb.6.3b:

 

    Abb.6.3c:

Abb. 6.3a, 6.3b, 6.3c: Vertikales Windprofil (Horizontalwind) und Windrichtung von Mailand (6.3a), Bologna (6.3b) und Udine (6.3c)

Etwas ungewöhnlich ist das Windprofil von Udine, weil der Horizontalwind oberhalb von 8000m eindeutig abnimmt (von 45kt auf 20kt in 10000m). Die Windrichtung bleibt bei 210° vertikal konstant. Dieses Windminimum könnte durch signifikante Vertikalbewegungen - bedingt durch orographischen Einfluss der Südalpen - verursacht sein. (Es sei dazu angemerkt, dass die sich Radiosonde von Udine im Bereich der Venetianischen bzw. Julischen Alpen befindet, wenn sie Höhen von 8 - 12000m erreicht hat).

Es stellt sich nun die Frage, wie sehr sich diese Windabnahme auf das Auftreten von Leewellen bzw. auf den Scorerparameter unter Einfluß der Stabilität auswirkt. Dazu soll nun die Stabilität betrachtet werden.


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              6.2 Untersuchung der aerologischen Struktur der Atmosphäre am Fall vom 20. September 1999

              6.2.2 Stabilität