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MICHELDORF (AT)

Info


Flugplatz allgemein!

    Der Flugplatz Micheldorf ist ein reines Segelflugfeld. Gestartet wird überwiegend von der Winde, für Leistungsflüge auch mittels F-Schlepp.

Wo sind die Standard-Ausklinkpunkte?

  • Herrentisch/Gradnalm: ca. 3 km WSW-lich des Platzes (1333 m NN)
    Koordinaten: 47° 51´ 54" N, 14° 05´ 08" E
  • Thörl (zw. Falkenmauer und Kremsmauer): ca. 4 km SW-lich des Platzes (1457 m NN)
    Koordinaten: 47° 50´ 44" N, 14° 05´ 31" E


Wo stehen die Hausbärte?

  • Weinleiten (800 m NN)
    Koordinaten: 47° 53´ 18" N, 14° 09´ 20" E
  • Kienberg (= Lottebart, 801 m NN)
    Koordinaten: 47° 51´ 32" N, 14° 10´ 44" E
  • Herrntisch (s.o.)
  • Thörl (s.o.)
  • Rieserschneid (Kogel SW-lich der Kremsmauer, 1390 m NN)
    Koordinaten: 47° 49´ 18" N, 14° 05´ 49" E


Welche Abflugpunkte werden bevorzugt?

  • Bis dato war der Flugplatz Micheldorf der wichtigste Abflugpunkt. Nach dem neuen Reglement wird sich das möglicherweise ändern (3 km Differenz zwischen Abflug- und Endpunkt!).
  • Bei Flügen Richtung Osten (insbes. für FAI-Dreiecke über 700 km) verwenden wir als Abflugpunkt die Bergkirche Klaus, Koordinaten: 47° 29´ 27" N, 14° 09´ 12" E


Wo / Wann gibt es im Flugplatzbereich Hangflugmöglichkeiten?

  • Bei Winden aus W und NW sind gute Hangflugmöglichkeiten am Pröller und Hirschwaldstein (östlich des Platzes) gegeben.
  • Bei Winden aus O und NO bestehen gute Hangflugmöglichkeiten westlich des Platzes.


Wo / Wann gibt es im Flugplatzbereich Wellenflugmöglichkeiten / Rotoren ?

  • Bei Südwind 190° (­+­/- 20°)­­ bestehen generell im Lee des Toten Gebirges, bevorzugt erfolgt dabei der Einstieg südlich des Kasberges im Bereich der Ödseen. Die hochreichenste Wellen in unmittelbarer Umgebung stehen im Bereich Steyrbrücke
    Koordinaten: 47° 46´ 18" N, 14° 10´ 16" E
  • Bei Westwind 280° (+/- 15°) bestehen die besten Möglichkeiten für Wellenflug im Becken von Hinterstoder (Auslöser ist ebenfalls das Tote Gebirge). Im Hangflug wird die Nordwestflanke des Warschenecks überstiegen und durch Vorflug Richtung Großen Priel erfolgt der Einstieg in die Welle.
  • Eine weitere Möglichkeit zum Wellenflug besteht bei reinem Westwind direkt über dem Platz, wobei im Hangflug der Westhang (Hirschwaldstein) überhöht wird und durch Vorflug Richtung Westen der Anschluß direkt in die Welle gegeben ist.


Standardwendepunkte (für 50, 300, 500, 750, 1000 km und mehr)



Abflugrouten (bei Frühstarts)?

    Frühstart heißt in Micheldorf, daß der Abflug unter normalen Bedingungen vor 10:30 erfolgt.

    Nach Westen führt der Weg von der Kremsmauer über den Kasberg (ostseitig) zum Eibenberg. Von hier weiter über den Schönbergsattel zum Sandling. Nach erfolgter Talquerung über das Goiserer Becken fliegen wir über die Goisererhütte direkt zum Rußberg (Koordinaten: 47° 36´ 35" N, 13° 30´ 54" E ) nördlich Gosau, der für uns einer der verläßlichste Thermikpunkte überhaupt ist. Über den Gerzkopf erfolgt der Anschluß an die Rennstrecke für Flüge nach Westen bzw. führt der Weg nach Süden meist über das Gasteinertal auf die Alpensüdseite.

    Nach Osten führt der Weg über den Spering an der Westseite des Sengsengebirges über Hochsengs und Hoher Nock zum großen Größtenberg. Der weitere Weg führt über Bodenwies, Voralpe zum Hochkar. Von hier erfolgt der Weiterflug Richtung Dürrnstein ins Mariazeller Becken.

    Der Abflug nach Süden ist für Frühstarts nicht ganz so geeignet, da die Abrißkanten (z.B. südlich des Kleinen Priels) unter Hangkante liegen. Die Südroute führt vom Sengsengebirge über Hinterstoder zum Salzsteig. Nach dem Grimming erfolgt die Talquerung über das Ennstal ins Kleinsölktal. Der weitere Weg führt zum Schwarzensee und Preber auf die Alpensüdseite zur Turrach.

    Wir fliegen von Micheldorf nach Westen, in dem wir in aller Regel tief in das Gosaubecken einfliegen. Genau nördlich des Ortes Gosau/Paß Gschütt befindet sich der Rußberg (1666 mNN, 47°36´35" N 13°30´54"), der von uns zu jeder Jahreszeit und bei (fast) allen Wetterlagen als Hotspot genutzt wird um entweder zum Gerzkopf (Flüge nach Süden übers Gasteinertal) bzw. zu den Vorbergen (= Bischlinghöhe) des Tennengebirges vorzufliegen, wenn wir nach Westen müssen.

    Der Gerzkopf ist unter normalen Thermikbedingungen verläßlich. Besser ist jedoch nach unserer Erfahrung die Bischlinghöhe. Diese ist leicht er- kennbar durch den bis nach oben führenden Sessellift und die umfangreiche Paraglidingtätigkeit. Es gelingt uns eigentlich immer, auch wenn wir nur in Gipfelhöhe ankommen, so viel Höhe dazuzugewinnen, dass ein Vorflug zumindest zum Mitterberg bzw. direkt zu den Mandelwänden (Hochkönig-Ostseite) vornehmen können.

    Bei Südlagen ist unbedingt darauf zu achten in die Hochkönigsüdwand (wie auch in die Dachsteinsüdwand) nicht zu tief einzufliegen (min. 2000m NN), da sich aus unserer Erfahrung gezeigt hat, dass es trotz einwandfreier  Richtung der Anströmung im unteren Bereich der Wand zu Abwinden, an- statt zum erhofften Aufwind, kommen kann!





Welche Tal- oder Bergquerungen sind in der Nähe durchzuführen und möglich?

    Sind insbesondere beim Endanflug von Bedeutung. Endanflüge nach Micheldorf werden fast ausschließlich von Westen kommend durchgeführt.

    Vom Ennstal kommend ist das:

    Salzsteigjoch (1733 m NN, Koordinaten: 47° 37´ 02" N, 14° 04´ 19" E) und von Westen kommend ist der:

    Schönbergsattel (1740 m NN, Koordinaten: 47° 43´ 13" N, 13° 46´ 52" E)

    jeweils mit ausreichend Sicherheitshöh! zu überfliegen um sicher nach Micheldorf zu gelangen.

    Bei stärkerem Saufen reicht die Höhe für den Endanflug nach Micheldorf bei knappem Überfliegen des Schönbergsattels nicht aus!



Gibt es im Tagesverlauf Abschwächungen im Thermikverlauf?

    Gibt es grundsätzlich nicht.

    Anmerkung: Die maximale Thermik in den Tauern nutzend, ist der Bereich um die Hochwildstelle (Koordinaten: 47° 20´ 36" N, 13° 47´ 00" E) für den Endanflug nach Micheldorf von Bedeutung.



Abendthermik?

    Ist vom Ennstal im Raum Niederöblarn/Aigen bekannt bzw. im Kremstal zwischen dem Flugplatz Micheldorf und Kirchdorf an der Krems.

    Bei späten Endanflügen (nach 20 Uhr) des Grimmings geht meistens Ostwind der ausreicht, auf seiner Ostseite die Höhe für den Endanflug über das Salzsteigjoch nach Micheldorf zu erreichen.



IGC-Dateien über gelungene Flüge / gute Beispiele ...


gefährliche Bereiche (z.B. extreme Abwindgebiete im Anflug)

    Zu beachten sind die eingeschränkten Landemöglichkeiten westlich des Platzes! Die einzig gut landbare Wiese in diesem Bereich liegt südlich vom Almsee (Anflug über den See, Achtung auf Freileitung!)

    Die Offenseewiese ist schwierig landbar weil sehr kurz!

    Die Wiesen im Raum Ebensee sehen von oben brauchbar aus. Diese sind jedoch alle sehr uneben!

    Südlich des Platzes sind ausreichend gut sichtbare Landefelder vorhanden (Klaus, Windischgarstner Becken etc.)

    Östlich des Platzes sind die Landemöglichkeiten ebenfalls eingeschränkt! (Ausnahme: Mollner Becken)

    Weiter östlich bestehen erst wieder im Bereich der Enns (Altenmarkt, Mooslandl etc.) Landemöglichkeiten.



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