Mail:   neu Registrieren!
Passwort vergessen?
Pwd:

TIMMERSDORF (AT)

Info


Flugplatz allgemein!

    Der Flugplatz Leoben-TimmAIRsdorf (LOGT) liegt im Liesingtal, 10km westlich der Montanstadt Leoben. Neben dem beheimateten Alpine Sportflieger Club ist die Akaflieg Graz regelmässig zu Gast, wie auch langjährige Feriengäste aus Niederösterreich, Deutschland, den Niederlanden und Dänemark. Im Juli 2004 wurde die Clubklasse Staatsmeisterschaft ausgetragen.

    Von Mitte Mai bis Mitte August findet durchgehend Flugbetrieb statt. Ausserhalb dieser Zeiten ist der Flugplatz bei entsprechendem Flugwetter auch an den Wochenenden und Feiertagen besetzt. Achtung: Keine Betriebspflicht, darum unbedingt PPR!

    Die Wetterscheide des Alpenhauptkamms verläuft nur 12km nördlich über den Schoberpaß (859m) im Nordwesten. Diese Lage erlaubt selbst bei schlechteren thermischen Bedingungen im Mürz- und Murtal die Durchführung von Streckenflügen nach Westen ins Ennstal.


Wo sind die Standard-Ausklinkpunkte?

    ( 1 ) Traboch - Schlepphöhe 500m über LOGT (ab frühem Nachmittag)
    ( 2 ) Liesingberge - Schlepphöhe 800m über LOGT
    ( 3 ) Reiting - Schlepphöhe 800m – 1200m über LOGT

Wo stehen die Hausbärte?

    ( 1 ) Trabocher See - ab 1000m MSL am Nachmittag (47:23,2N, 14:58,5E).
    ( 2 ) Liesingberge - ab 1200m MSL - nicht für Frühstarts geeignet. Dieser Bart kann entlang des Bergrückens um 1km östlich oder westlich versetzt sein (47:21,65N, 14:55,6E).
    ( 3 ) Reiting Südostgrat - ab 1400m MSL im Hangflug nutzbar. Abrisshöhe ca. 1600m MSL. Ist oft über den ganzen Tag der beste Bart in Platznähe (47:24,75N, 14:53,9E).
    ( 4 ) Gößeck Ostgrat - dieser Bart über einem der beiden felsigen Vorsprünge (Haarkogel und Rumpeleck) ist für Frühstarts fast obligatorisch. Abrisshöhe ca. 1550m MSL. Das Steigen lässt über 1900m – 2050m meistens nach (47:26,55N, 14:55,6E).
    ( 5 ) Traidersberg - dieser Bart geht bei labilen Wetterlagen mit mässigem west-/SW-lichem Wind bereits ab 1050m MSL (47:22,6N, 15:00,6E).
    ( 6 ) Schlagbart - 12km west-nordwestlich vom Platz - wird selten direkt aus dem F-Schlepp angeflogen, weil aus der Platzumgebung nicht einsehbar. Ist für Frühstarts nutzbar und sehr zuverlässig. Wird nach (3) oder (4) immer als zweiter Bart im Westen angeflogen. Abrisshöhe in 1550m MSL. (47:26,6N, 14:50,1E).




Wo / Wann gibt es im Flugplatzbereich Hangflugmöglichkeiten?

    bei Südwind (rot)

    • Hangaufwind ab 1100m MSL am Reiting und Gößeck, direkt nordwestlich vom Platz. Dieser Hang ist nicht für Frühstarts geeignet. Dazu ist stattdessen der Eisenerzer Reichenstein auf ca. 1900 MSL anzufliegen.
    • Mehrere grossflächige Aufwindfelder entlang der Eisenerzer Alpen. Nach Osten fortgesetzt an Hochturm, Messnerin und Hochschwab (Rennstrecke bei Südwindlagen).
    • Südhang des Kletschachkogels ab 1200m MSL, auf dem halben Weg nach Kapfenberg. Wird selten genutzt, weil nur knapp im Endanflugkegel.
    • IGC Flugdateien zweier [Hangflüge bei Südwind am 19.05.2003]

    bei Nord bzw. Nordwestwind (blau)

    • Bei entsprechenden Wetterlagen sinkt die Wolkenbasis im Norden und NW des Platzes meistens deutlich ab und Regenschauer ziehen wiederholt über den Schoberpaß bis knapp an die Platzgrenze. Deshalb findet Hangflug bevorzugt an den langgestreckten Bergrücken von Gleinalpe und Fischbacher Alpen bis zum Semmering (1. Wende) statt. Geschleppt wird dann nach St. Michael oder in den Rotor über Seiz. Bereits ab mittleren Windgeschwindigkeiten kann ein Höhenband von >800m entlang des gut landbaren Mürz- und Murtals genutzt werden.
    • Sofern bei Nordwind die Seckauer und Eisenerzer Alpen nicht durch tiefe Wolken und Schauer verhangen sind, können die Nordhänge der Seckauer (kleine Aufwindfelder) sowie der Eisenerzer Alpen genutzt werden. Letztere bieten dann hervorragende Bedingungen, die sich nach Osten am Ebenstein und Hochschwab fortsetzen, allerdings entlang des beschränkt landbaren Salzatals und über dem unlandbaren Eisenerzer Kessel.
    • Nord- und Nordwestseite des Gößecks (Gößgraben) bieten keine Hangflugmöglichkeiten, sondern sind bereits bei Windgeschwindigkeiten ab 25 km/h vom Rotor im Gößgraben beaufschlagt.
    • IGC Flugdateien verschiedener [Hangflüge bei Nordwind am 22.05.2003, 14.05.2004 und 29.07.2004]



Wo / Wann gibt es im Flugplatzbereich Wellenflugmöglichkeiten / Rotoren ?

    bei Südwind (rot)

    • Keine ausgeprägten Rotoren in Platznähe. Ab Mittag böiger Wind am Flugplatz mit kritischer Seitenwindkomponente.
    • Eng begrenzte Leewelle des Gößecks bei Windrichtungen von 140-180 Grad.
    • Leewelle der Seckauer Alpen nördlich vom Liesingtal über eine Länge von 15km.
    • Oft muss die Strecke bis zum Einstieg in die Leewellen der Niederen Tauern bei Rottenmann (47:30,4N, 14:19,15E) im Hangflug bewältigt werden.
    • IGC Flugdateien zweier [Wellenflüge bei Südwind am 04./09.05.2002]

    bei Nord bzw. Nordwestwind (blau)

    • Markante Rotoren (1) bei Seiz (47:23,8N, 14:56,1E) und (2) bei Mautern (47:24,5N, 14:49,6E).
    • Wellenaufwind über dem Rotor bei Seiz bis südlich von Trofaiach.
    • Eng begrenzte Leewelle nördlich vom Gößeck.
    • Leewelle der Eisenerzer Alpen südlich vom Liesingtal über eine Länge von 12km.
    • Mehrere Gebiete mit ausgedehnten Wellenaufwinden über/südlich vom Murtal, innerhalb der SRA-2 Graz (Freigabe ab 7000ft erforderlich).
    • IGC Flugdateien zweier [Wellenflüge bei Nordwind am 21.05.2003 und 31.07.2004]



Welche Abflugpunkte werden bevorzugt?

    Die folgenden Abflugpunkte werden mit Abflughöhen von 1700 – 2000m MSL genutzt:
    ( a ) Flugplatz TimmAIRsdorf (47:22,8N, 14:57,85E)
    ( b ) Reitererkogel (47:23,75N, 14:56,7E)
    ( c ) Kammern Kirche (47:23,55N, 14:54,15E)
    ( d ) St. Michael AB-Knoten, bei Nordwind (47:20,15N, 15:00,5E)

Standardwendepunkte (für 50, 300, 500, 750, 1000 km und mehr)

    Die ersten 50km werden nach Selzthal Bahnhof und retour geflogen. FAI-Dreiecksflüge werden fast ausschliesslich im Uhrzeigersinn mit dem langen Schenkel am Nachmittag im Norden geflogen. Für Dreiecksaufgaben werden folgende Standardwendepunkte verwendet:

    Osten: Seebergsattel, Veitschalmhütten, Lurgbauerhütte, Rax Bergstation, Mariazell Bürgeralm, Annaberg

    Süden: Diex, Seebergsattel Zollamt, Dobratsch, Tarvis, Pontebba, Plöckenpaß

    Westen: Kufstein, Gmünder See, Kellerjoch, Patscherkofel, Reither Spitze, Zugspitze, Imst Muttekopfhütte, Parseierspitze, Arlbergpaß

    Bei flachen Dreiecken entfällt einfach die Wende im Süden. Für grosse Jojo-Flüge wird der 1.Wendepunkt im Westen bevorzugt im Bereich Gerlospaß/Zillertal oder am Arlbergpaß gewählt.

Abflugrouten (bei Frühstarts)?

    Im Mai und Juni sind Starts ab ca. 09:15 MESZ möglich. Für Dreiecksflüge wird bevorzugt eine 1.Wende im Osten gewählt und bei südlichem Höhenwind die Route (1) geflogen. Sonst wird nach Osten die Route (2) geflogen.

    Bei Abflug nach Westen (3) muss mit Behinderungen durch die Talinversion im Aigener Becken/dem Ennstal gerechnet werden. Die Querung aus den Eisenerzer Alpen über das Paltental in die Niederen Tauern erfolgt entweder sofort am Schoberpaß, vom Leobner zum Bösenstein oder vom Dürrenschöberl über Strechau zum Blosen.

    IGC Flugdateien zweier [beispielhafter Abflüge am 17./25.05.2003]


Welche Flugrouten werden bei Süd- oder Nordlagen, mit und ohne Wind, bevorzugt?

    Bei Südlagen wird Route (1) oder (3) gewählt. Bei Nordlagen wird ausschliesslich Route (4) mit der 1.Wende Stanglalpe oder Semmering und demselben Weg zurück geflogen. Danach entlang der Gleinalpe, über Gaberl und Ameringkogel in Richtung Karawanken oder Pustertal.

Welche Flugrouten führen während des Tages in Platznähe vorbei?

    Für Streckenflüge auf der Rennstrecke meistens nördlich des Platzes aus Westen kommend, knapp nördlich oder südlich am Schoberpaß vorbei über Eisenerzer Reichenstein und Hochturm. Auf dieser Route fällt das Gelände ab und meistens auch die Basishöhe.

Welche Tal- oder Bergquerungen sind in der Nähe durchzuführen und möglich?

    Bei Dreiecksflügen von Osten kommend ist eine Querung des Palten- / Liesingtals im Bereich des Schoberpasses am zweckmässigsten. Hier gilt es beim Zeiritzkampel bzw. beim Leobner genügend Höhe mitzunehmen.

    Am Vormittag ist es unzweckmässig, aus Osten über das Gößeck nach Westsüdwesten auf die Südseite der Seckauer Alpen zu queren.

    Eine Querung des Murtals wird auf Streckenflügen eher vermieden. Am einfachsten erfolgt sie aus den Seckauer Alpen nach Südosten in Richtung Gleinalmtunnel. Östlich von Trofaiach ist die Querung auch von Süden problemlos, am besten direkt über Thaler- und Kletschachkogel.

Gibt es im Tagesverlauf Abschwächungen im Thermikverlauf?

    Für die Hausbärte trifft das nicht zu. Allerdings muss bei Querung oder Vorbeiflug am Schoberpaß immer mit einem Wechsel der Luftmasse und entsprechenden Konvergenzeffekten gerechnet werden.

Anflugrouten am Abend?

    Von Westen kommend ist am späten Nachmittag eine Route entlang des Hauptkamms zu bevorzugen. Spätestens ab Zell am See oder dem Hochkönig ist alles Steigen zu nützen. Bei den ersten Anzeichen von vermehrtem Sinken an Südwesthängen oder "Tragen" in den Quertälern begibt man sich mit bestem Gleiten im Ennstal oder Paltental auf Umkehrthermiksuche. Entscheidend ist dann meistens die Umkehrthermik südlich vom Flugplatz Trieben, die typisch bis 1800m MSL reicht. Der weitere Endanflug erfolgt entlang der Südseite des Paltentals und ab dem Schoberpaß in der Talmitte.

    IGC Flugdatei eines [Anflugs von Westen am 22.07.2004]

    Von Osten kommend geben der Höhenwind und sehr oft Überentwicklungen die Anflugroute vor. Bei südlichem Wind ist die nördlichste Route entlang von Veitschalm, Aflenzer Bürgeralm und über Tragöß, Vordernberg zu bevorzugen. Auf der Route südlich des Thalerkogels ist zu beachten, dass der Pass zwischen Kletschach- und Thalerkogel 300m über der Endanflughöhe liegt. An windschwachen Tagen können in der Umkehrthermik des Mürztals bis zu 4 Schenkel zwischen Mürzzuschlag und Leoben an einen Streckenflug angehängt werden.

    IGC Flugdateien zweier [Anflüge von Osten bei Südwind am 19./24.05.2003]

    Von Südwesten kommend muss die Saualpe überwunden werden, entweder am Klippitztoerl oder am Südgrat des Zirbitzkogels (LO-D 24 beachten). Auf den restlichen 50km gelingt es meistens den Endanflug entlang der Gleinalpe zu strecken, zumal diese Anflugroute bevorzugt bei nördlichem Wind gewählt wird.

    IGC Flugdatei eines [Anflugs von Südwesten am 23.05.2003]

Abendthermik?

    Im Liesingtal bildet sich keine zuverlässige Umkehrthermik aus. Wie oben beschrieben kann die Umkehrthermik auf den Anflugrouten durch Enns- und Paltental im Westen, sowie östlich im Mürztal für den Heimweg genutzt werden.

IGC-Dateien über gelungene Flüge / gute Beispiele ...

    IGC-Dateien zu Hang-/Wellenflugmöglichkeiten im Platzbereich sowie zu typischen An-/Abflugrouten sind oben im jeweiligen Abschnitt zu finden.

    Eher untypisch ist der deklarierte [561km FAI-Dreiecksflug am 22.05.2003] bei Nordföhn um Semmering, Seebergsattel-Zollamt und Spitzkofel, wobei über 60% der Strecke im Hangflug und in Wellenaufwinden zurückgelegt wurden.

gefährliche Bereiche (z.B. extreme Abwindgebiete im Anflug)

    Landerichtung 12:
    Wenn diese Landerichtung in Betrieb ist, muss nicht mit Turbulenzen oder Abwindgebieten im Anflug gerechnet werden.

    Landerichtung 30:
    Bei Nordwind ist im Gegenanflug das Abwindgebiet des Rotors über Seiz zu meiden. Bei knappen Endanflügen ist zu beachten, dass ab St. Michael bis 2km vor dem Platz wegen unzähligen Hochspannungsleitungen eine Aussenlandung problematisch ist. Die Strasse direkt am Flugplatz sollte aus Sicherheitsgründen in mindestens 20 Metern überflogen werden.

Aussenlandemöglichkeiten? gibt es Gebiete die nicht oder mit viel Respekt anzufliegen sind.

    Mur- und Liesingtal sind an vielen Stellen gut landbar. Eine Aussenlandung im Eisenerzer Kessel bedeutet Bruch. Die Landewiesen bei Tragöß und im Gesäuße sollte man vorab persönlich besichtigen.

Kontakt

    Alpine Sportflieger Club Timmersdorf

    Flugplatz Leoben-TimmAIRsdorf
    Flugplatzweg 12-14, 8772 Timmersdorf
    Tel:  +43 (0) 3833 8250-0
    Fax: +43 (0) 3833 8250-4
    www.segelflug.at
    office@segelflug.at


Routenplanung