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Tips vom Tower

Zu der Frage "Was will der Controller von Segelfliegern hören",
haben wir vom Tower in Wr. Neustadt erste Antworten bekommen
  (besten Dank an Hrn. WENINGER):

Einleitungsanruf

    a.) Schon aus dem Einleitungsanruf sollte hervorgehen, daß es sich um ein Segelflugzeug handelt!

    Auf Grund der immer häufigeren Einbringung von im Ausland gemeldeten Segelflugzeugen, nicht nur in LOXN sondern auch in anderen Teilen Österreichs, ist rein vom Hören des Kennzeichens nicht mehr abzuleiten um welche Art von Luftfahrzeug es sich handelt (D-0544, PH-1234 oder auch OE-9123 falls im Segelflug). Daher wäre folgende Variante des Einleitungsanrufes am günstigsten:

    INNSBRUCK TOWER - GLIDER D0544

    INNSBRUCK TURM – SEGELFLUGZEUG D0544

    Eine Variante die lt. AIC Sprechfunk zulässig ist, nämlich Type gefolgt vom Eintragungszeichen.


Position definieren

    Segelflugzeuge sind "leider" von ihrer Farbgebung, als auch auf Grund ihrer Bauweise sowohl für das Auge des Controllers als auch für das Radar nur sehr schwer zu erkennen. Umso wichtiger ist es seine Position zu definieren, ein Umstand der durch die ständige Aufwindsuche erschwert wird. Daher zumindest

    1.) den RAUM festlegen in dem man beabsichtigt zu "kurbeln"

    2.) eine Ober- und Untergrenze der Höhe festlegen

    3.) das Verlassen des selbst definierten Raumes nicht vergessen zu melden.

    Anmerkung zu den Höhenangaben:

    Anzustreben ist eine Angabe in ft/MSL vor allem wenn man sich in der Nähe eines Flugplatzes oder in dem dazugehörigen Luftraum befindet. Ein Umstand der einerseits das Wissen um das örtl. QNH verlangt und andererseits ein Umrechnen vom metrischen ins nautische System. "Aber lieber EINER rechnet um als alle Anderen im Flugplatzbereich"
    Grundsätzlich gilt, daß alle freigabepflichtigen Lufträume dem Schutz des IFR Verkehrs dienen, insbesonders in Kontrollzonen ist es für Segelflieger leichter eine Freigabe zu bekommen, wenn man sich außerhalb der IFR-Approach Sektoren bewegt, die meist in Verlängerung der Pistenrichtung liegen.
    Auch die VFR-Strecken oder Sektoren, in denen natürlich verstärkt mit Verkehr zu rechnen ist, sind zu meiden.
    Da alle zivilen als auch militärischen Kontrollzonen mittels Radar überwacht werden, hilft es dem Controller, wenn sie ihm einen Transponder anbieten. Militärische Flugplatzverkehrszonen (LOXN, LOXA) verfügen über kein Radar.
    Für Flüge in größerer Höhe kann man davon ausgehen, daß man ab FL125 einen Transponder benötigt (d.h. Lufträume der Klasse C und D)

    Phrasologie:

    Grundsätzlich würde ich im Segelflug unabhängig von der Bodenfunkstelle die erweiterte Positionsmeldung verwenden.

    Glider OE-5511
    from Trieben to Trieben
    Kapfenberg
    (35)
    5000ft
    request to enter/cross CTR/SRA/CTA
    in the area..........
    between 5000ft and 10000ft
    transponder stand by


Ratschläge

    Das waren vorerst erste Gedanken zu diesem Thema, bei genauerer Betrachtung der Luftraumstruktur in den verschieden Gebieten lassen sich vielleicht noch zusätzliche Ratschläge finden.

    Fragen richtet an den Tower in Wr. Neustadt, Hrn Weninger Karl (k.weninger@kabsi.at)

    Die Antworten und weitere Beiträge zum Thema Funk bringen wir gerne auf dieser Seite unter, Einfach ein Mail an chynek@streckenflug.at


Funksprechzeugnis

    Wer fliegt noch ohne Funksprechzeugnis? Zu Eurer und unserer Sicherheit besucht eine entsprechenden Kurs und macht die Prüfung!

    Die Möglichkeit im Großraum Wien!!!
     

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