Segelflug-EM Club-, Standard-, Welt- und 20m-Klasse
Pociunai - Litauen
22.7.- 8.8.2009Quelle/Texte: Kurt

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11.08.2009
22:30 Abschluß der EM - Berichterstattung aus Pociunai
Der 2. Reisetag ( Montag )von Warschau zurück in die Heimat war recht lang,( 960 km ) sodaß ich erst heute die Berichterstattung über die EM in Litauen abschließen kann. Das gesamte Team bedankt sich bei den geschätzten Lesern für das Interesse und das Verständnis durch die zeitweiligen techn. Probleme.

Endwertung:

MS/20m:    1. und Weltmeister:   Centka-Szumski,     Polen

                   13. Ziegerhofer Herbert-Rauter Marco

Standard:     1.und Europameister:   Mario Kiessling,   Deutschland

                    21. Kammerhofer Sepp

                    22. Hynek Thomas

Club:             1. und Europameister:  Rene de Dreu,   Holland

                      15. Jagiello Jan

                       22. Haggenmüller Reinhard                   



Am Schluss der Berichterstattung der WM in Pociunai eine kurze Zusammenfassung von den Piloten und vom

Teamcaptain:

Die Anmietung der beiden Häuser (Ausstattung recht einfach, aber es alles hat funktioniert) und die Unterbringung direkt am Flugplatz, war eine gute Entscheidung, nachteilig allerdings der Umstand, dass das Team damit räumlich aufgeteilt, bzw. getrennt war.

Der Wettbewerbsbetrieb war gut organisiert, mit immer freundlichen Helfern im Org.Team.

Die Piloten haben den, sich in den ersten Wertungstagen langsam aufbauenden Frust, bedingt durch die Aussenlandungen der ersten Wertungstage, gut in den Griff bekommen, bzw. abgebaut und sich mit zunehmender Wettbewerbsdauer in den Ergebnissen gesteigert.

Ein Faktor hat sicherlich bei den Aussenlandungen eine Rolle gespielt, dazu um dies zu erkennen, haben wir allerdings etwas Zeit gebraucht. Bedingt durch den flachen Einfallswinkel der Sonne in dem flachen Gelände, wird die Thermikentwicklung ab 17:00 bereits schwächer und ist um 18:30 beendet.

Dazu gab es auf Grund des schlechten Wetters in der Trainingszeit keine Möglichkeit der Piloten, Trainingsflüge zu machen um das Gelände kennenzulernen, aber sich auch mit den Thermikverhältnissen besser vertraut zu machen.
Die Vorstellung, das es mit dem Wetter so weitergeht und das Wissen über das Wetter 2 Jahre zuvor, waren trübe Aussichten.

Die in den ersten Wertungstagen noch schwierig einzuschätzenden Wetterbedingungen hat sich durch den Aufbau einer stabilen Hochdrucklage wesentlich gebessert und führte letztendlich zu 13 Wertungstagen, sicherlich ein Rekord bei einer EM in nördlicheren Breiten.

Die Stimmung im Team war wie immer sehr gut und ist natürlich eine der Voraussetzungen für einen Erfolg.

Für diese gute Zusammenarbeit während der EM möchte ich mich bei allen Helfern und den Piloten ganz herzlich bedanken.

TC Kurt Graf

Sepp,K:  Standardklasse

Ein wenig gehandikapt durch meine beruflich angeschlagene Situation konnte ich erst einen Tag vor Wettbewerbsbeginn anreisen und hatte nur einen Trainingstag. Sie war aber nicht für mein eher enttäuschendes Ergebnis verantwortlich, ganz im Gegenteil, so weit weg (im Kopf und nicht in Kilometer) von der Arbeit war ich schon lang nicht mehr. Es war ein toller Wettbewerb, wir flogen an 13 von 14 möglichen Tagen, hatten ein traumhaftes Wetter, habe viel gelernt und so manch bittere Erfahrung gemacht. Die frühe Außenlandung am 4. Tag war auch nicht schuld an meinem Abschneiden. Ich war jeden Tag voll motiviert und hatte so richtig Spaß am Fliegen. Ich hatte so manchen Schnitzer gemacht, der eine schlechtere Tagesplatzierung verursachte. Es gab aber auch Tage an denen ich nicht wusste, warum ich so weit hinten war. Bei den täglichen Analysen und Vergleichen kam aber bald heraus, wo noch einiges Verbesserungspotential liegt. Die Besten des Tages flogen immer eine unglaublich gute Linie. Es ist nicht das durchschnittliche Steigen ausschlaggebend und nicht hohe Geschwindigkeiten dazwischen, sondern die erreichte Gleitzahl zwischen den Aufwinden. Von irgendwelchen Suchkreisen im Fallen bei der Aufwindannahme will ich erst gar nicht reden. Die Pulkfliegerei ist nicht so ganz meine Sache, nicht weil es gefährlich wäre, sondern man behindert sich beim Steigen. In den meisten Fällen deckte sich deren Idee nicht mit meiner und so löste sich das Problem von selbst. Meine Gratulation gilt vor allem Mario Kiessling, er flog einfach beeindruckend und ist ein würdiger Europameister.
Landschaftlich war das Wettbewerbsgebiet von Litauen und Polen traumhaft schön und die lange Anreise in jedem Fall wert.
Ein spezieller Dank an unseren Teamchef Kurt, der uns wirklich alles außer Fliegen und Kochen abgenommen hat.
Ein paar Bilder und persönliche Eindrücke gibt es hier noch nachzulesen http://www.kammerhofer.eu/egc-09.php

Haggi, C1,  Clubklasse
Wie immer waren diese Europameisterschaften spannend und haben viele neue Eindrücke vermittelt. Die Betreuung durch unseren Teamcaptain  war ausgezeichnet, er hat auch an die kleinen Annehmlichkeiten gedacht. Unterbringung, Organisation waren sehr gut, die Schlepps mit bis zu 16 Wilgas ganz hervorragend organisiert. Das Wetter erlaubte 13 Flugtage, am Anfang allerdings unter schwierigeren Bedingungen was generell viele Außenlandungen zur Folge hatte
Zwei extrem frühe Außenlandungen nach etwa 20 km und einmal 90 km sowie ein Relanding mit einem um 45 min. verzögertem 2. Schlepp, der die Erfüllung der Aufgabe letztlich verhinderte, brachten mir allerdings einen nicht mehr aufzuholenden Punkterückstand. In der zweiten Hälfte verbesserten sich die Bedingungen erheblich und ermöglichten große Flugaufgaben. Obwohl Fahrwerks- und weitere Probleme, an meinem in Litauen gecharterten Jantar, die Flugfreude etwas beeinträchtigten hat das meiner Motivation keinen Abbruch getan. Die Zusammenarbeit mit meinem jungen Teamkollegen Jan war angenehm und ich bin der Meinung er ist ein sehr erfolgversprechender Nachwuchspilot.
Auch wenn meine Erwartungen bezüglich Platzierung nicht erfüllt wurden war es eine erlebnisreiche Veranstaltung.

Herbert-Marco, 10,  MS/20 m-Klasse

Die EM 2009 war gekennzeichnet von:

    * Ausgezeichneter Organisation.
    * Sehr selektiven bis hervorragenden Wetterbedingungen.
    * Die Maximalanzahl von 13 Wertungstagen wird so schnell nicht wieder erreicht werden.
    * Bei Aussenlandungen konnte man immer mit einer sehr hilfsbereiten Bevölkerung rechnen.
    * Eröffnung, Farewellparty und Abschlussfeier waren stilvoll und feierlich.

Jan, Z1,  Clubklasse

Für mich war es einfach wunderbar, bei dieser Europameisterschaft dabei gewesen zu sein.
Der Bewerb war ziemlich anstrengend aber lustig, und das Land und die Litauer sind eine Reise wert.
Nachdem es mein erster große internationaler Bewerb der „Erwachsenen“ war, hatte ich wegen der Platzierung keine großen Erwartungen und bin mit dem Erreichtem sehr zufrieden.
Danken möchte ich vor allem Hilde, die uns bestens versorgte, Kurt unserem Kapitän, Martin meinem Helfer, und natürlich meiner Familie.

Thomas, CC,  Standardklasse

Auch wenn diese EM nicht wirklich ganz nach meinen Vorstellungen abgelaufen ist, möchte ich meine Teilnahme daran nicht missen. Denn wo hat man schon einmal die Möglichkeit bei einer Meisterschaft 13 Tage mit den unterschiedlichsten Aufgaben und Wetterlagen zu fliegen. Es war ausgesprochen interessant auch wieder ein wunderbares Land kennen zu lernen und die Möglichkeiten sind hier vor allem fliegerisch sehr vielfältig. In den ersten drei Tagen konnte ich eigentlich meine fliegerischen Möglichkeiten gut ausnutzen und auch umsetzen. Aber nachdem ich am 4 Wertungstag schon vor der ersten Wende nur sehr knapp eine Aussenlandung verhindern konnte, habe ich irgendwie mein Selbstvertrauen verloren und dieses auch nicht mehr wirklich wieder finden. Gerade hier im Flachland ist die Fliegerei etwas anderes und erfordert doch seine eigenen Erfahrungen. Ich hoffe aber doch für meine Zukunft wieder etwas an Erfahrung mitgenommen zu haben und alles andere wird sich noch zeigen.
Ich möchte mich aber auch hier bei meiner ständigen Helferin und Mutter für ihren Einsatz bedanken und auch bei Kurt, der seine Arbeit als Teamchef einfach hervorrangend gemacht hat.

 

Das österr. Team bei der Schlussfeier